
|
|
News von Digital Imaging Services
|
München, 17. September 2009 - Weltweit bekannte soziale Media-Netzwerke wie Facebook und Twitter sind in das Visier krimineller Online-Angriffe wie Phishing und Spammen geraten. Denn Attacken auf einen einzelnen User haben in der Regel Auswirkungen auf das gesamte Netzwerk, zudem bieten solche Communities Zugang zu vertraulichen Informationen. Sicherheitsexperte F-Secure rät den Usern zu einfachen Präventivmaßnahmen. Derzeit versuchen global agierende Hacker vermehrt, sich mit gefälschten, aber wirkungsvollen E-Mails Zugangsdaten von Facebook-Nutzern zu verschaffen. Erst kürzlich kam es zu einem großen Angriff, der Facebook und Twitter für mehrere Stunden lahm legte und kurzfristig sogar zum Zusammenbruch der Seiten führte. Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure: "Auch wenn solche Attacken nur an einzelne Personen gerichtet sind, haben sie Auswirkungen auf die gesamte Community eines Social Networks."
Schwarze Schafe unter 250 Mio. Usern Im internationalen Vergleich sind die Deutschen mit 37% die Schlusslichter der Aktivitätsskala in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Xing. Mit 88% Aktivitätsindex stehen die Polen an der Spitze, gefolgt von den Italienern (69%), Finnen (66%), Engländern (61%), Schweden (54%) und Amerikanern (43%). Das zeigt eine internationale Studie von F-Secure vom August 2009. Die Kommunikation über Netzwerke wie Facebook basieren auf der persönlichen Verbindung der User. Dabei ist ein hoher Grad an Vertrauen im Spiel. Eine persönliche Nachricht von einem Freund an der eigenen Pinnwand hat einen ganz anderen Stellenwert, als eine anonyme E-Mail oder gar Spam zu bekommen. Genau dieses vertraute Umfeld und die hohe Anzahl von mittlerweile weltweit 250 Millionen Usern macht Facebook zu einem attraktiven Ziel für Kriminelle. Phishing und finanzieller Betrug funktionieren nur mit einer suggerierten persönlichen Nachricht, die das Vertrauen der Zielperson wecken soll. Fällt der User darauf hinein, gelangt der Kriminellen an vertrauliche Informationen oder gar finanzielle Begünstigungen. Dieses Jahr erreichten schon viele Facebook-User betrügerische Nachrichten von vermeintlichen "Freunden", die nach finanzieller Hilfe fragten. Facebook-User sollten solche Anfragen immer mit höchster Vorsicht genießen und einen kritischen Identitäts-Check machen, bevor sie Geld versenden - auch wenn die Nachricht von einem Familienmitglied oder einer anderen Person des Vertrauens kommt.
Das Passwort ist des Users Identität Auch besonders kritische User können ausgetrickst werden, wenn sie leichtsinnig mit der Passwortvergabe umgehen. Sean Sullivan, Sicherheitsberater bei F-Secure: "Unsichere Passwörter sind nach wie vor der einfachste Weg für Kriminelle, sich in die Profile von sozialen Netzwerken einzuhacken. Ziel ist es, an die Kontaktdaten und Telefonnummern zu kommen, die sich an Spammer verkaufen lassen oder bei zielgerichteten Angriffen gewinnbringend einsetzen lassen."
Der Schaden ist umso größer, wenn das Passwort des Facebook-Profils mit dem des privaten E-Mail-Accounts identisch ist. Denn dann hat der Kriminelle die Möglichkeit, diese Online-Passwörter zu verändern, sich Zugang zu Bankdaten zu verschaffen und schneller Lücken in den Sicherheitsvorkehrungen zu finden. Nicht selten können vertrauliche Informationen wie der zweite Vorname, die persönliche Anschrift oder der Name des Haustiers direkt bei Facebook eingesehen werden.
"Da der Facebook-Username die Mailadresse als Bestandteil hat, ist es von großer Wichtigkeit, dass sich die Passwörter für Facebook und den privaten E-Mail-Account unterscheiden. Zudem ist es sicherer, wenn man mehrere E-Mail-Adressen nutzt, beispielsweise eine für die Arbeit, eine für private Korrespondenz und eine eigene für soziale Netzwerke", so Sullivan.
Der Blick auf die internationalen Umfrageergebnisse von F-Secure zeigt, dass die Deutschen in Sachen Passwortsicherheit weit vorne liegen. 82% nutzen verschiedene Passwörter für soziale Netzwerke und den eigenen E-Mail-Account. Nur die Finnen toppen das mit 84%. Polen zieht mit Deutschland gleich (82%), dicht gefolgt von den Schweden (81%), Engländern (75%), Amerikanern (74%) und Italienern (74%). "Es gibt aber auch einen positiven Sicherheitsaspekt der sozialen Netzwerke. Anders als die klassischen E-Mail-Betrügereien wie Kettenbriefe, die jahrelang laufen, trägt die Erfahrung der Facebook-User dazu bei, dass sich die Nachricht über eine Sicherheitsbedrohung sehr schnell verbreitet. Eine Community agiert und reagiert sehr schnell, verbreitet unter den Mitgliedern hilfreiche Sicherheitstipps und Präventivmaßnahmen und gibt darüber hinaus Anregungen für die Schadensbehebung", so Sullivan.
F-Secure rät für einen sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken: - Immer unterschiedliche Passwörter für Netzwerke und E-Mail-Accounts benutzen. - Wenn man auf eine Sicherheitsbedrohung im sozialen Netzwerk aufmerksam wird, sofort eine Nachricht an die Pinnwand schreiben, damit die Community Präventivmaßnahmen ergreifen kann. - Freunde bedacht auswählen und wenn möglich einen "Sicherheits-Guru" unter den Freunden haben. Facebook-Fan von F-Secure werden, um stets die aktuellsten Sicherheitshinweise und Informationen zu bekommen. - Eine Internet-Security-Software installieren und regelmäßig updaten oder das automatische Update aktivieren.
Weitere Informationen über F-Secure: www.f-secure.de
(17.9.09)
|
< zurück |
|


|